FINANZEN
Welche Finanzhilfen gibt es – und wie bekomme ich sie?

In Zeiten der Coronavirus-Bekämpfung, in denen viele Kunden fernbleiben, geraten zahlreiche Unternehmen in finanzielle Schieflagen. Die Bundesregierung hat versprochen, so viel Mittel wie nötig zur Verfügung zu stellen, um Unternehmen vital zu halten.  

Das Bundeswirtschaftsministerium hat eine Hotline eingerichtet, unter der Experten von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr Fragen von Unternehmern zum Thema Corona beantworten:
Tel: 030 18615-1515. 

Folgend haben wir Ihnen einige Finanzhilfen zusammengefasst.


Bund: „Corona-Soforthilfe“ für kleine Unternehmen

Die Bundesregierung hat am Montag, dem 23.03.2020, die Eckpunkte eines Soforthilfeprogramms für Kleinstunternehmen, Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe bis 10 Beschäftigte beschlossen und diese am 29.03.2020 präzisiert. Mit dem Soforthilfeprogramm soll die wirtschaftliche Existenz der Antragsteller gesichert beziehungsweise akute Liquiditätsengpässe in Folge der Corona-Pandemie überbrückt werden.

Die Höhe des Zuschusses ist an die Zahl der Beschäftigten geknüpft. So sollen Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten eine Einmalzahlung für 3 Monate bis 9.000 Euro und Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten eine Einmalzahlung für 3 Monate bis 15.000 Euro erhalten können.

Die Bereitstellung der Mittel wird laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und Bundesministerium der Finanzen über die Länder erfolgen. Außerdem könne grundsätzlich eine „Kumulierung mit anderen Beihilfen“ möglich sein.

Weitere Infos über die „Corona-Soforthilfe“ gibt die Pressemitteilung des BMWi vom 29.03.2020: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2020/20200329-weg-fuer-gewaehrung-corona-bundes-soforthilfen-ist-frei.html


Soforthilfeprogramme der Länder: 

Die Soforthilfeprogramme der Länder unterscheiden sich teilweise deutlich. Das kann sowohl die Anspruchsberechtigung, die Art der Gewährung sowie die Höhe, u.a. Details betreffen. Nach der Bekanntgabe des Bundesprogrammes passten die Länder ihre eigenen Förderprogramme teilweise mehrfach an. Auch aktuell sind immer noch weitere „Synchronisierungen“ oder Änderungen möglich. Unsere Recherche kann unter diesen Umständen nur einen augenblicklichen Stand aufzeigen. Ein direkter Blick in die Förderprogramme der einzelnen Landesministerien sei daher angeraten. Die Links zu den jeweiligen Ministerien, Behörden, Landesbanken sowie anderen Quellen finden Sie in der folgenden Liste.

Baden-Württemberg (Stand: 07.04.2020):

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat ein Förderprogramm „Soforthilfe Corona“ für u.a. gewerbliche Unternehmen, Sozialunternehmen und Angehörige der Freien Berufe aufgelegt, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie in ihrer Existenz gefährdet sind bzw. massive Liquiditätsengpässe aufweisen.

Unternehmen, die in Baden-Württemberg ansässig sind, können bei ihrer zuständigen Kammer (IHK oder Handwerkskammern) einen Antrag zum Förderprogramm „Soforthilfe Corona“ stellen. Die maximale Förderung ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten. Der Soforthilfe-Höchstbetrag beträgt maximal 30.000 Euro. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten.

Die Auszahlung des einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses übernimmt die L-Bank. Weitere Informationen

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Bayern (Stand: 07.04.2020)

Die Bayerische Staatsregierung hat ihr Soforthilfeprogramm aktualisiert und mit dem Programm der Bundesregierung erweitert. Das Förderprogramm richtet sich an Unternehmen und Freiberufler, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohende wirtschaftliche Situation und in Liquiditätsengpässe geraten sind. Antragsberechtigt sind gewerbliche Unternehmen und selbstständige Angehörige der Freien Berufe mit bis zu 250 Erwerbstätigen, die eine Betriebs- bzw. Arbeitsstätte in Bayern haben. Unternehmen, die bereits einen Antrag für die bayerische Soforthilfe gestellt haben, sollen im neuen Antrag „nicht den Differenzbetrag zwischen bislang beantragter oder erhaltener Soforthilfe beantragen, sondern den Gesamtbetrag Ihres seit dem 11. März 2020 entstandenen Liquiditätsengpasses“, so das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Bewilligt und ausbezahlt werde dann der Differenzbetrag. Der Antrag ist elektronisch beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft zu stellen (Link, siehe unten).

Die neuen Förderungshöhen der gemeinsamen Soforthilfe sind gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und betragen bei
bis zu 5 Erwerbstätige 9.000 Euro,
bis zu 10 Erwerbstätige 15.000 Euro,
bis zu 50 Erwerbstätige 30.000 Euro,
bis zu 250 Erwerbstätige 50.000 Euro.

Mitarbeiter in Teilzeitjobs und auf 450 Euro-Jobs berechnet das Bayerische Staatsministerium mit Faktoren zwischen 0,3 (Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis) und 1 (Vollzeitmitarbeiter über 30 Stunden/Woche).
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Berlin (Stand: 07.04.2020):

Die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe überführt ihr bisheriges kombiniertes Förderprogramm „Soforthilfe II bei Liquiditätsengpässen wegen Corona“ für Selbstständige derzeit in „ein einheitliches Bundesprogramm“. Anträge, die bis zum 01.04.2020, 12 Uhr, eingegangen seien, „werden bearbeitet und ausgezahlt“. Das Programm pausiere allerdings bis zum 06.04.2020, da es technisch umgestellt werden müsse, so die Senatsverwaltung. Bezüglich der Details zum Bundesprogramm und des angepassten FAQ empfehlen wir Interessenten sich direkt auf der Webseite der Senatsverwaltung zu informieren. Weitere Informationen Weitere Informationen

Brandenburg (Stand: 08.04.2020):

Das Land Brandenburg gewährt Soloselbstständigen, kleinen Unternehmen und Freiberuflern, die aufgrund der Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht sind und in Liquiditätsengpässe geraten sind, eine Soforthilfe in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse von bis zu 60.000 Euro. Die Höhe der Zuschüsse ist dabei entsprechend der Beschäftigtenzahl gestaffelt und beginnt bei bis zu 5 Erwerbstätigen bei bis zu 9.000,- Euro und reicht bei bis zu maximal 100 Erwerbstätigen bis zu 60.000 Euro. Weitere Informationen Weitere Informationen

Bremen (Stand: 08.04.2020):

Das Land Bremen fördert Freiberufler und Unternehmen, „die durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind“ und bis zu 10 Mitarbeiter beschäftigen, über die „Corona-Soforthilfe“ des Bundes. Darüber hinaus stellt Bremen Unternehmen zwischen 11 und 49 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von bis 10 Millionen Euro Zuschüsse aus Landesmitteln zur Verfügung. Die Höhe der Zuschüsse kann dann bis zu 20.000 Euro betragen. Die Antragstellung und Abwicklung beider Förderprogramme erfolgt über die Förderbank für Bremen und Bremerhaven (BAB). Weitere Informationen Weitere Informationen

Hamburg (Stand: 08.04.2020):

Die Investitions- und Förderbank (IFB) Hamburg fördert über die Hamburger Corona Soforthilfe (HCS) Soloselbständige, Freiberufler sowie kleine Unternehmen aus Hamburg mit Zuschüssen „zur Überwindung eines existenzbedrohlichen“ Liquiditätsengpasses. Geplant sind demnach – zusätzlich zu den Fördermaßnahmen des Bundes – weitere Zuschüsse in Höhe von 2.500 für Solo-Selbständige und zwischen 5.000 bis maximal 30.000 Euro für Unternehmen. Die Förderung richtet sich dabei im Einzelnen nach der Zahl der Mitarbeiter. Damit ist eine Gesamtförderung in Hamburg über Bund und Land zwischen 11.500 Euro für Soloselbständige und 30.000 Euro für Unternehmen mit 50 bis 250 Mitarbeitern möglich. Sowohl die Hamburger Corona-Soforthilfe als auch die Bund-Soforthilfe sollen digital über einen Link der IFB Hamburg bis zum 31. Mai 2020 beantragt werden. Weitere Informationen Weitere Informationen

Hessen (Stand: 07.04.2020):

Die hessische Landesregierung gewährt Soloselbstständigen, Selbständigen, Freiberuflern sowie Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten, die „infolge der Corona-Virus-Pandemie 2020 in ihrer Existenz gefährdet sind“, einmalige, nicht rückzahlbare Zuschüsse aus Bundes- und Landesmitteln. Diese sind gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten:
bis zu 5 Beschäftigten: 10.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate,
bis zu 10 Beschäftigen: 20.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate,
bis zu 50 Beschäftigten: 30.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate..

Anträge sollen bis spätestens 31. Mai 2020 elektronisch beim Regierungspräsidium Kassel eingereicht werden. Weitere Informationen
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Mecklenburg-Vorpommern (Stand: 08.04.2020):

Mecklenburg-Vorpommern gewährt Soforthilfen aus Bundes- und Landesmitteln für Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler „zur Milderung der finanziellen Notlagen dieser Betroffenen aufgrund der Coronakrise“. Die Höhe der Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) und beträgt

bis zu 9.000 Euro für Antragsteller mit bis zu 5 Beschäftigten,

bis zu 15.000 Euro für Antragsteller mit bis zu 10 Beschäftigten,

bis zu 25.000 Euro für Antragsteller mit bis zu 24 Beschäftigten,

bis zu 40.000 Euro für Antragsteller mit bis zu 49 Beschäftigten und

bis zu 60.000 Euro für Antragsteller mit bis zu 100 Beschäftigten.

Der Antrag auf Soforthilfe ist schriftlich und formgebunden beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern bis zum 31. Mai 2020 zu beantragen. Weitere Informationen
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Niedersachsen (Stand: 07.04.2020):

Das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung fördert Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten, Soloselbständige und Freiberufler sowie Startups mit Zuschüssen aus Bundes- und Landesmitteln („Soforthilfen Corona“). Die Höhe der Zuschüsse ist gestaffelt und beträgt

Bis zu 9.000 Euro für Soloselbstständige und Unternehmen mit bis zu 5 Mitarbeitern,

bis zu 15.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten

bis zu 20.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 30 Beschäftigten

bis zu 25.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten.

Der Antrag ist bei der NBank zu stellen. Weitere Informationen
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Nordrhein-Westfalen (Stand: 08.04.2020):

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert gewerbliche und gemeinnützige Unternehmen, Solo-Selbstständige, Freiberufler und Künstler mit bis zu 50 Beschäftigten aus Nordrhein-Westfalen über die NRW-Soforthilfe 2020, die „erhebliche Finanzierungsengpässe und wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona“ haben. Die Soforthilfe wird in Form eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses aus Bundes- und Landesmitteln gewährt. Sie ist gestaffelt nach der Zahl der Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) und beträgt bis zu

9.000 Euro für Soloselbständige und weitere Antragsberechtigte bis zu 5 Beschäftigten,

15.000 Euro für Antragsberechtigte bis zu 10 Beschäftigten,

25.000 Euro für Antragsberechtigte bis zu 50 Beschäftigten.

Die Antragsstellung erfolgt in digitaler Form bei der jeweils zuständigen Bezirksregierung. Weitere Informationen
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Rheinland-Pfalz (Stand: 08.04.2020):

Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz ergänzt die Corona-Soforthilfe des Bundes für Soloselbstständige, Freiberufler und Unternehmen über das Landesprogram „Zukunftsfonds Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz“ mit Sofortdarlehen und einem Landeszuschuss (Unternehmen mit 11 bis 30 Beschäftigten). Unternehmen bis zu 5 Beschäftigen können neben den Bundesmitteln in Höhe von bis zu 9.000 Euro bei Bedarf zusätzlich Sofortdarlehen bis zu 10.000 Euro erhalten. Bei Unternehmen bis zu 10 Beschäftigten könnten zum Bundeszuschuss (bis zu 15.000 Euro) Sofortdarlehen bis zu 10.000 Euro hinzukommen. Unternehmen von 11 bis 30 Beschäftigten könnten gegebenenfalls ein Sofortdarlehen bis 30.000 Euro und ein Landeszuschuss bis zu 9.000 Euro erhalten. Die Anträge auf die Zuschüsse „nimmt ausschließlich die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz entgegen. Die Kreditgewährung erfolgt im „Hausbankverfahren“. Weitere Informationen Weitere Informationen

Saarland (Stand: 07.04.2020):

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger und Finanzminister Peter Strobel haben am Dienstag, 07. April 2020, neben den Zuschüssen für Soloselbstständige und kleine Unternehmen mit 1 bis 10 Beschäftigten im Rahmen der „Corona-Soforthilfe“ des Bundes jetzt auch Zuschüsse für Unternehmen mit 11 bis 100 Beschäftigten angekündigt. Die Antragstellung für das neue Programm soll ab der kommenden KW 16 möglich sein. Das neue Zuschussprogramm sieht dabei folgende weitere Zuschüsse vor

Unternehmen mit 11-24 Beschäftigten können demnach bis zu 15.000 Euro erhalten

Unternehmen mit 25-49 Beschäftigten können bis zu 20.000 Euro erhalten und

Unternehmen mit 50-100 Beschäftigten können bis zu 25.000 Euro erhalten.

Die Voraussetzungen für die Zuschüsse sind an eine Bedürftigkeit aufgrund einer „existenzbedrohenden Lage“ geknüpft, „die durch die Corona-Krise vom Frühjahr 2020 eingetreten ist. Weitere Informationen Weitere Informationen

Sachsen (Stand 08.04.2020):

Das Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ergänzt die „Corona-Soforthilfe“ des Bundes in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses für Kleinstunternehmen und Unternehmen bis 10 Mitarbeitern (siehe oben) um eine Soforthilfe in Darlehensform. Die Darlehenshöhe beträgt dabei im Regelfall mindestens 5.000 Euro und maximal 50.000 Euro. Eine Aufstockung sei in besonders begründeten Ausnahmefällen möglich, so das Staatsministerium. Weitere Informationen Weitere Informationen

Sachsen-Anhalt (Stand: 26.03.2020):

Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt ergänzt die Mittel aus der „Corona-Soforthilfe“ des Bundes durch ein landeseigenes Förderprogramm. Das Gesamtvolumen der Zuschüsse soll dann insgesamt 150 Millionen Euro betragen. Die Höhe der Förderung wird gestaffelt erfolgen.

Unternehmen mit
bis zu 5 Mitarbeitern erhalten dann bis zu 9.000 Euro,
bis zu 10 Mitarbeitern bis zu 15.000 Euro,
11 bis 25 Mitarbeitern bis zu 20.000 Euro,
26 bis 50 Mitarbeitern bis zu 25.000 Euro.

Unternehmen können sich ab Montag, den 30.03.2020, Anträge auf den Internetseiten der Investitionsbank Sachsen-Anhalt herunterladen.
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Schleswig-Holstein (Stand: 07.04.2020):

Das Land Schleswig-Holstein erweitert die „Corona-Soforthilfe“ des Bundes (siehe oben), entsprechend einer Pressemitteilung vom 03.04.2020, um Zuschüsse für Unternehmen mit 11 bis 50 Beschäftigten. Demnach können „von der Coronakrise betroffene Betriebe Fördergelder von bis zu 30.000 Euro beantragen“. Für die Antragstellung sollten Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern nicht das Online-Formular für Betriebe bis zu 10 Mitarbeitern nutzen, denn das „würde die bereits angelaufene Auszahlung für Kleinbetriebe aus dem Soforthilfe-Bundesprogramm ausbremsen“, so Wirtschaftsminister Bernd Buchholz. Weitere Informationen Weitere Informationen

Thüringen (Stand: 08.04.2020):

Das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft gewährt – aus der „Corona-Soforthilfe“ des Bundes sowie aus Landesmitteln – Soloselbstständigen, Unternehmen und Freiberuflern Zuschüsse „zur Überwindung einer existenzgefährdenden Wirtschaftslage“. Die Zuschüsse sind dabei wie folgt nach der Zahl der Beschäftigten gestaffelt:

bis zu 9.000 Euro Zuschuss bei bis 5 Beschäftigten,

bis zu 15.000 Euro Zuschuss bei bis zu 10 Beschäftigten,

bis zu 20.000 Euro Zuschuss bei bis zu 25 Beschäftigten,

bis zu 30.000 Euro Zuschuss bei bis zu 50 Beschäftigten.

Der Antrag ist ausgedruckt und per Post bis zum 31. Mai 2020 bei der Thüringer Aufbaubank einzureichen. Weitere Informationen
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Steuerliche Entlastung

Das Bundeswirtschaftsministerium will die Liquidität von Unternehmen auch durch steuerliche Maßnahmen verbessern. Zusammengetragen sind diese im „Maßnahmenpaket zur Abfederung der Auswirkungen des Corona-Virus“. Dort heißt es:

- Die Gewährung von Stundungen wird erleichtert. Die Finanzbehörden können Steuern stunden, wenn die Einziehung eine erhebliche Härte darstellen würde. Die Finanzverwaltung wird angewiesen, dabei keine strengen Anforderungen zu stellen. Damit wird die Liquidität der Steuerpflichtigen unterstützt, indem der Zeitpunkt der Steuerzahlung hinausgeschoben wird.  

- Vorauszahlungen können leichter angepasst werden. Sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden, werden die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt. Die Liquiditätssituation wird dadurch verbessert.  

- Auf Vollstreckungsmaßnahmen (z. B. Kontopfändungen) beziehungsweise Säumniszuschläge wird bis zum 31. Dezember 2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist. Zu all diesen Punkten sollte die Werkstatt schnellstmöglich Kontakt zu ihrem Steuerberater aufnehmen

Vereinfachte Kurzarbeiterregelung

Die Kurzarbeiterregelungen werden vereinfacht: Bis zunächst Anfang April wird die Kurzarbeiterregelung angepasst. Dabei werden erleichterte Zugangsvoraussetzungen für das Kurzarbeitergeld eingeführt:

- Absenkung des Quorums der von Arbeitsausfall betroffenen Beschäftigten im Betrieb auf bis zu 10 %

- teilweiser oder vollständiger Verzicht auf Aufbau negativer Arbeitszeitsalden

- Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeitnehmer

- vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit (BA)

Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld finden Sie bei der Bundesagentur für Arbeit. Hotline: 0800 45555 20 oder im Internet unter https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

Zusätzliche Finanzhilfen und weitere Maßnahmen

Es sind zurzeit weitere Sonderprogramme für Unternehmen geplant, die krisenbedingt in Finanzierungsschwierigkeiten geraten. Weitere Informationen über die zusätzlichen Maßnahmen aus dem Maßnahmenpaket der Bundesregierung gibt es unter: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/coronavirus.html

KfW-Schnellkredite  für den Mittelstand

Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können mittelständische Unternehmen bald den neuen KfW-Schnellkredit beantragen. Der Kredit wird zu 100 Prozent abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht die Chance deutlich, eine Kreditzusage von der Hausbank zu erhalten.

Unter der Voraussetzung, dass ein mittelständisches Unternehmen  im  Jahr  2019  oder  im  Durchschnitt  der  letzten  drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen hat, soll ein „Sofortkredit“ mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:

- Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
- Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu drei Monatsumsätzen des Jahresumsatzes 2019, maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
- Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
- Zinssatz in Höhe von aktuell 3 Prozent mit Laufzeit  10 Jahre.
- Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100 Prozent durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
- Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

Der KfW­Schnellkredit kann nach Genehmigung durch die EU­Kommission starten.


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